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Schöneiche

Nach etwa 3-jährigen Diskussions-, Gruppenfindungs- und Planungsphase haben sich in Schöneiche insgesamt 15 Familien zusammengefunden, um zur Lösung der Wohnungsfragen für sich und ihre Kinder eine Wohnsiedlung zu errichten. Durch das freundliche Angebot der evangelischen Kirchengemeinde, bisheriges Ackerland zur Erbbaupacht als Bauland zur Verfügung zu stellen, wurde das Vorhaben realistisch. Wirtschaftlich zu bauen war für die Baugruppe unbedingt erforderlich.


Projektstand: Gruppe geschlossen

Adresse
PLZ Ort: 15566 Schöneiche
Straße: Landhof 13-19
Lage: Umland

Konzept
Inhaltliche Ziele: Von Anfang an stand die Idee einer familienfördernden Gestaltung der Wohnanlage durch ein architektonisches Ensemble und durch Anlegen von Gemeinschaftsflächen im Vordergrund. Im Jahr 1994 konnte der Grundstein der ökologischen Siedlung Landhof gelegt werden. Alle Arbeiten, die in Selbsthilfe geleistet werden konnten, sind gemeinsam erledigt worden. Dabei wurde nicht darauf gesehen, in wessen Haus gerade gearbeitet wurde, sonders wo der Schwerpunkt im Gesamtablauf lag. Jeder brachte sich nach seinen Neigungen und Fähigkeiten in das Baugeschehen ein, sei es durch „handgeste“ Arbeiten, Kinderbetreuung, Erledigung von Wegen, Organisationstalent oder durch Kochen für die gemeinsamen Mahlzeiten. Damit wuchs eine unentbehrliche Voraussetzung für ein späteres gutsachbarliches Zusammenwohnen.
Bauliche Ziele: Durch die unterschiedliche Reihung eines gleichen Grundrasters entstanden Häuser verschiedener Größe, die der Familiengröße angepasst werden konnten. Dieses Grundraster wurde aus Primärkonstruktionselementen (Stütze, Balken, Riegel) und aus Sekundärelementen (Nebenbalken, aussteifende Deckenschalung) gebildet. Das einheitliche Grundraster ist industriell erstellt worden und war damit sehr wirtschaftlich. Die Grundrisse sind zoniert: Die Nebenzone ist der Hofseite und die Wohnzone der Gartenseite zugeordnet. Zur Nebenzone gehören im wesentlichen der Winfang, eine Toilette, der Küchenbereich, die Treppe, das Bad und der Abstellraum. Diese Nebenzonen erhielten eine geringere Geschosshöhe als die der Wohn- und Schlafbereiche. Damit wird umbauter Raum eingespart, der der Wohn- und Schlafzone zusätzlich zugeschlagen werden kann. Die Gebäude erhalten aus Kostengründen keines Keller (es gibt vier Ausnahmen).
Die Entsorgung der Fäkalien erfolgt über Komposttoiletten des Systems „Bio-Berger“. Das Grauwasser wird in eine auf dem Grundstück angelegte Abwasserkläranlage (Schilfbeet) geleitet.
Altbau/Neubau: Neubau
Miete/Eigentum: Eigentum
Eigentumsverhältnis: Erbpacht

Struktur und Finanzierung
Finanzierung: Vermutlich einmalig ist hier auch die Möglichkeit genutzt worden, aus einem gemeinsamen „Topf“ zu finanzieren. Alle Förderkredite wurden auf ein gemeinsames Baukonto überwiesen. Die Mehrarbeit durch die Aufteilung der Rechnungen auf die Bauherren wurde belohnt durch ein viel flexibles Reagieren auf Angebote und die Vermeidung aufwendiger Zwischenfinanzierungen.

Geschichte / Zeitschiene
Baubeginn: 1994
Einzugstermin: 1996

Kontakt / Planungspartner
Projektwebseite: http://www.woche-der-zukunftsfaehigkeit.de/frameversion4/2002/eiche.html
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